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Als diese Eide gesprochen waren, da sanken die Liebenden sich wieder an die Brust, und während Herz an Herz pochte, besiegelten ihre Lippen mit heißem Kusse die Worte, welche sie gesprochen.

So ist denn das Bündniß geschlossen," sprach Kotowsky.

Ja," entgegnete Maria," möge Gott seinen Segen dazu geben."

Arm in Arm setzten sich die Liebenden wieder auf den Divan und sprachen von dem fröhlichen Zusammenleben, was sie hofften, und entwarfen Pläne für die Zukunft.

Rosige Bilder waren dies wohl, und sie dachten nicht der Wetter­wolken, die aufsteigen konnten, ihre stolzen Gebäude erhofften Glückes zusammen zu stürzen.

Der dumpfe Glockenton von dem Thurme des Schlosses drang mahnend an der Liebenden Ohr und Maria klagte:

Ich muß nun zurück! O, daß die glückliche Stunde so schnell entfliehen mußte."

Kotowsky wollte die Geliebte zurückhalten, allein sie erhob sich, machte sich sanft von seinen Armen los und schritt auf die Tbüre des Pavillons zu; Kotowsky schloß die Blendlaterne und folgte ihr.

Er wollte Maria bis zum Schlosse begleiten, doch sie verweigerte es >

und bat ihn, sich zu entfernen, da es immer möglich sei, sie begegne im Garten noch Jemanden, sei es auch nur den Wächter, und dieses wünschte sie nicht.

Kotowsky gab endlich nach.

Noch eine Umarmung, ein heißer Kuß und Kotowsky flüsterte:

Lebe wohl, meine Maria!"

Lebe wohl, mein Johannes!" flüsterte Maria zurück und fügte hinzu:Auf baldiges Wiedersehen."

Schnell hatte sie sich auch los gemacht und schlüpfte eilenden Fußes davon.

Kotowsky blieb stehen und schaute dem Mädchen wie träumend nach. Er sah die schlanke Gestalt hinter dem Gesträuch verschwinden, er hörte das unter ihren leichten Tritt raschelnde Laub; dieses Ge­räusch verhallte.

Gott schütze dich," sagte er da zu sich selbst.Ich bin glücklich, >

aber Kampf wird es kosten, um vollständig glücklich zu sein."

Ja, Kampf!" rief eine grimmige Stimme dicht neben ihm.

Bestürzt wandte sich Kotowsky um.