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schiedene Gründe an, welche solche Beschleunigung für den Grafen ganz besonders wünschenswerth machten.

Der Graf gab jedes Mal zu, aber er sandte dem Jesuiten auch jedes Mal Flüche nach, wenn er sich entfernt hatte.

Ignatius betrieb unterdessen auf eigene Hand die nöthigsten Vorbereitungen zu dem Eintritt Maria's und zeigte sich auch sehr eifrig, um diese in ihrem Entschlüsse immer mehr zu befestigen, und wer seinen Worten lauschte, die er zu der jungen Gräfin sprach, hätte meinen müssen, in den Räumen des Klosters blühe ein Paradies.

Maria zeigte sich auch nicht unempfänglich für solche Eindrücke, sie hörte dem schlauen Manne immer geduldiger zu. Ihre Kraft war gebrochen, die Saat, die der Jesuit ausgestreut, hatte Keime ge­trieben, sie sproßten als Halme empor und konnten wohl noch Früchte tragen. Sie machte sich jetzt lebhafte Selbvorwürfe, da sie durch des Paters schlau berechnete Worte mehr und mehr zu der Ueber- zeugung gebracht worden war, daß sie eigentlich schuld an Johannes angeblichem Unglück sei und es nun die Pflicht von ihr erfordere, diese Schuld auch wieder abzubüßen. So kam es denn, daß sie schon nach wenigen Tagen sich nicht nur mit dem Gedanken an das Klosterleben mehr befreundet hatte, sondern sie sogar zu Zeiten selbst Sehnsucht danach empfand.

Sie zitterte dabei fortwährend im Geheimen, daß das, was der Onkel, die Tante und auch Ignatius ihr gesagt, sich bewahrheiten könne, daß man sie verhaften und verurtheilen werde, und diesem Schicksale würde sie gern entgangen sein.

So verschwand eine Woche, dann noch eine zweite, und noch vierzehn Tage bis drei Wochen sollte es dauern, ehe Maria als Novize in ein Kloster Krakau's ging. Mit Bangen und doch wieder mit einem gewissen Verlangen harrte Maria dieses Zeitpunktes.

Eines Tages befand sich Maria allein in ihrem Boudoir, welches sie nun bald für immer verlassen sollte. Die letzte Zeit voll Leiden und Stürme hatte auf ihren Körper gewirkt, denn ihre Bewegungen waren schlaffer geworden, ihr Angesicht bleich, die Augen matt und in allen ihren Zügen spiegelte sich das Leiden ihrer Seele, welches sie wohl so gern geheim gehalten hätte vor den Augen ihrer Um­gebung, aber sie vermochte es doch nicht so ganz zu bemeistern.