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heftete sie ihre Blicke auf die Uhr, deren Zeiger jetzt mit reißender Schnelle sich zu bewegen schienen.
Florian begann wieder:
„Nicht länger darfst Du zögern; Dich morgen zu weigern, wenn der Augenblick der Abreise kommt, ist es zu spät. — Noch heute, diese Nacht noch müssen wir fliehen. — Mitternacht soll der Schlitten bereit sein. — Sprich, willst Du?"
„Gut denn, Mitternacht!" entgegnete Maria dumpf.
„Dein Wort?" rief Florian.
„Ich habe es gesagt," erwiderte Maria ausweichend.
Sie sprach so, um doch etwas zu sagen, um sich des ungestümen Paters auf das Schnellste zu entledigen.
Florians Gesicht glühte bei dieser Verheißung in dunkler Röthe auf; er schnellte auf Maria zu, umschlang sie mit starken Armen, ehe sie es noch wehren konnte, und hatte eben so schnell einen glühenden Kuß auf ihre Wangen gepreßt.
„Mein bist Du. mein!" stieß er dann hervor, keuchend vor Aufregung.
Maria rang sich aus der Umschlingung des leidenschaftlichen Mannes los.
„Hinweg!" rief sie, indem die Gluth des Zornes auf ihrem Gesicht empor loderte. „Hinweg von mir! — Dazu ist noch nicht Zeit!"
Florian schien durch diesen zürnenden Ausruf etwas zur Besinnung gebracht, er strich sich mit der Hand über die glühende Stirne und schaute wie ein Träumender um sich. Dann sagte er:
„Es ist wahr. — Die Gluth riß mich hin! — Aber Du bist dennoch mein; ich habe Dich durch diesen Kuß mir geweiht! — Jetzt aber gilt es. Alles zu beenden! — Um Mitternacht komme ich und dann — hinweg von hier!"
Hastig verließ Florian das Zimmer und Maria athmete freier auf, als des unheimlichen, leidenschaftlichen Mannes Schritte verklungen waren. Sie schaute auf die Uhr. Es war die höchste Zeit, wollte sie die entscheidende Spazierfahrt noch antreten und ihren Plan ausführen, ohne daß Aufsehen und Verdacht gegen sie entstand. Sie schellte und befahl der eintretenden Kammerzofe, den Schlitten Vorfahren zu lassen. Dann aber verbarg sie hastig alle die bereit

