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„Der Teufel des Trotzes, der in Dir ist, zwingt uns dazu," ent- gegnete man ihm. „Dieser Teufel muß gebändigt werden!"
„Ich werde Beschwerden bei dem Ordensgeneral führen ob solcher Behandlung." drohte Florian.
„Wir haben bereits Bericht abgesendet." antwortete Ignatius kühl, „und durch ihn würdest Du noch schärfer vorgenommen werden als hier, wo wir noch mit Erbarmen gegen den unbußfertigen Sünder verfahren."
Florian zuckte unwillkürlich mit dem zerfleischten Rücken, den die harte Lehne des Sessels schmerzvoll berührte.
„Erbarmen!" knirschte er dann zwischen den Zähnen hervor. „O, das ist das Erbarmen des Teufels!" Er begleitete diese Worte mit einem wilden Blicke auf Ignatius und den Prior, der aber von Beiden nicht beachtet wurde.
Mit zornflammendem Blicke riefder Prior jetzt: „Beginnt! Entreißt dem Verstockten das Geständniß mit glühenden Zangen!"
Da packte auch schon die glühende Zange Florian's Schulter und hielt das Fleisch fest. Dieses dauerte einige Minuten, dann verbreitete sich durch das Gewölbe immer stärker der Geruch verbrannten Fleisches; als die Zange losließ, zeigte sich an der Stelle, wo sie angegriffen, eine dunkle, rothe Brandwunde und der Rand der verbrannten Haut war wie verkohlt.
Obwohl das Gesicht vom Schmerz verzerrt war, hatte doch Florian diese grausame Qual ruhig ausgehalten, kein Laut kam von den zusammengepreßten Lippen.
Zum zweiten Male packte die Zange das Fleisch, dieses Mal die Muskel des Oberarmes, und der Peiniger, erbittert, daß der erste Brandversuch so wenig Erfolg gehabt, preßte dieses Mal die Zange mit größerer Kraft zusammen, so daß nach einer Minute schon aus dem verbrannten Fleische Blut drang.
Aber wieder hielt der Gemarterte mit übermenschlich zu nennender Selbstbeherrschung den Schmerz aus; es war, als jei er durch den Schmerz selbst gegen den Schmerz unempfindlich gemacht. Aber man sah, daß der Schweiß auf des Opfers Stirne hervorbrach, daß dicke Tropfen über das ganz veränderte, fast aschbleich gewordene Gesicht rannen, daß das Auge einen starren Ausdruck annahm und die Augenlider wie kraftlos sich senkten.

