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und her bewege. Dann wa: es ihr auch, als bauche sie ein gewisses Etwas geisterhaft mit seinem kalten Athem an und sie wußte es sich nicht zu erklären, woher dieses wohl käme; sie ward fast ängstlich und unwillkürlich fragte sie: „Iosepha, was ist das?"
„Es ist der Geist," entgegnete Iosepha mit wunderbar leuchtenden Augen, „der Geist, der Dich durch meinen Mund warnt vor Deinen Feinden!"
„Wer sind diese Feinde?"
„Wie, Du solltest sie nicht kennen und lebst doch mitten unter ihnen? Es sind die Karmeliterinnen."
„Ach, wie wahr Du sprichst! — Ja, es sind meine Feindinnen, denn sie halten mich im Kloster gefangen, welches ich nie gesehen zu haben wünschte. O wäre ich hinaus! Wäre ich frei!"
„Bald bin ich frei!" flüsterte Iosepha mit stockender Stimme.
Ihre Augen schlossen sich wieder. Sie athmete schwerer und schwerer, die Stockungen wurden häufiger und länger andauernder. Barbara ward immer ängstlicher zu Muthe, zudem es ihr vorkain, als ob der Athem bisweilen einen leise röchelnden Ton annähme. Sie rief Iosepha bei ihrem Namen, erst leise, dann lauter, aber sie erhielt keine Antwort; Iosepha schlief fort.
Barbara überlegte, ob ne nicht besser tbue. wenn sie, da keine Nonne kam, sie bei der Nachtwache zu unterstützen, eine herbeirufe. Allein sie konnte sich auch nicht entschließen, die Leidende auch nur einen Augenblick zu verlassen, und harrte mit steigender Aengstlichkeit. daß doch endlich Jemand erscheine.
Aber Niemand kam, die Bewohnerinnen des Klosters schienen über das Schicksal der kranken Schwester gänzlich unbesorgt zu sein und es nicht für nöthig zu halten, auch nur einen flüchtigen Besuch zu machen und nach ihrem Befinden zu fragen.
So kam Mitternacht heran.
Horch, ein Glockenton! Er kam vom Thurme und klang durch die Stille der Nacht mahnend durch das Gebäude, die Nonnen zur mitternächtlichen Hora zu rufen. Der Ton drang auch in das einsame Krankengemach Iosepha's. Diese schlug die Augen auf und stierte um sich; die Augen waren glanzlos geworden.
„Horch — die Glocken!" flüsterte sie mit gebrochener Stimme. „Sie rufen — mich — aus diesem Hause — des Fluchs — nach

