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Umgebung zur Rede, wie sie also mit der unglücklichen Schwester halten verfahren können.
Die Stellvertreterin machte gegen den Bischof dieselben Ausreden, wie sie schon gegen die Commision gebraucht, aber der auf's Höchste entrüstete Vorgesetzte nahm diese Entschuldigung nicht an, sondern rief: „Seht, ich bin bei gesunden Sinnen; wenn Ihr mich aber nur vierundzwanzig Stunden hier einsperren wolltet, würde ich so toll werden, wie cs diese Unglückliche ist, sie mußte hier toll werden!—"
Mit strengem Tone befahl er dann, daß die Unglückliche sofort aus der scheußlichen Höhle nach einer wohnlichen Zelle gebracht werde, daß man sie reinige, ankleide, ein gutes Bett zu bereiten und sie nicht nur gut zu verpflegen, sondern auch gut zu behandeln. „Wehe Euch Allen," rief er dann, „wehe Euch, wenn ich nur die geringste Klage weiter vernehme. Ihr habt Euch so schon über die schwere Schuld zu verantworten, die Ihr durch Eure Barbarei auf Euch geladen, häuft diese Schuld nicht noch mehr!"
Die bestürzten Ordensschwestern nahmen Barbara in ihre Mitte, sie aus dem Kerker zu führen.
In diesem Augenblicke erschien der auf Befehl des Bischofs herbeigerufene Beichtvater und Caplan des Klosters, der Carmeliter Pietkiewicz; kaum aber sah ihn die unglückliche Barbara, als sie wie eine Tigerin auf ihn zusprang, ihn an der Brust packte und ihm zuries' „Du Bestie!"
Der Caplan erblaßte, er war auf's Höchste erschrocken, vielleicht weniger über den Anfall des nackten Weibes, als über die Thatsache, dasselbe frei und den Bischof und die Gerichtspersonen hier zu sehen. Ein Wort des Bischofs beruhigte Barbara, welche schnell Zutrauen zu dem ihr so mild begegnenden geistlichen Herrn gefaßt zu haben schien, sie ließ.von dem Caplan ab und ließ sich ruhig weiterführen.
Der Bischof aber schritt sogleich zu dem ersten Straforte, indem er die Nonnen im Confercnzzimmer des Klosters versammelte, ihnen eine sehr starke Strafrede hielt und ihnen dann alle religiösen Hebungen in dem, „durch ihre Barbarei entweihten" Kloster untersagte. Dann suspendirte er feierlich den Caplan Pietkiewicz von allen Amtshandlungen und trotz aller Bitten der Stellvertreterin und der Vorsteherin des Klosters selbst, legte er kein bischöfliches Siegel an die Thürcn der Kirche. „Die heilige Kirche ist durch Euch entweiht," erklärte der Bischof

