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Wieder verbreitete sich ein Gerücht. Es hieß: die Priorin Fräulein von Wenzyk sei, als Bäuerin verkleidet, entflohen, und dieses rief wieder neuen Unwillen gegen das Verfuhren des Gerichts hervor, welches die Schuldigen nicht streng genug bewachen lasse. Ein paar Gerichtspersonen, welche aus dem Kloster kamen, versicherten indessen, die Priorin sei ja noch da.
Nachmittags erschien eine Carosse; sie hielt vor der Klosterpforte und man erkannte in ihr die alte Präsidentin von Wenzyk, die Mutter der Priorin, und augenblicklich hieß es: „Die Alte kommt, die Junge abzuholen! Das darf nicht geschehen!"
„Fort mit den Wagen!" schrieen Einige.
Man umdrängte den Wagen, bombadirte ihn mit Steinen und drohte, die Präsidentin zu steinigen. Die Dame schrie entsetzt um Hilfe, Soldaten kamen herbei und machten den Wagen frei, der nun schnell davon fuhr, verfolgt von den Verwünschungen und Steinwürfen der aufgeregten Menge.

