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unb sie vielleicht zu einem neuen Baume erstarken, der mit seinem giftigen Schatten alles andere Wachsthum erstickt."

Haut den Baum nieder! Reißt ihn mit allen seinen Wurzeln aus!" rief es im Chor.

Nieder mit den Jesuiten!" schrieen Andere.

Und überhaupt mit allen Klöstern!" sagte Kotowsky.

Es war dunkel geworden und jetzt erschien wieder ein Mann, welcher meldete, daß vor dem Kloster der Karmeliterinnen der Auf­lauf immer größer werde, schon seit der Dämmerung hätten sich die dort den Tag über befindlichen Gruppen immer vermehrt und nun sei Alles nur noch eine Masse, welche die zornigsten Flüche gegen die Nonnen ausstießen, und heftige Drohungen laut werden ließen.

Nun denn hin!" hieß es.Laßt uns den heiligen Ungeheuern und ihren Gehilfen ein lustiges Stücklein aufspielen, nach dem sie tanzen mögen. Der Tanz mag der Kehraus sein, der Kehraus aus der Stadt, der Kehraus aus dem Lande!"

Sofort entleerte sich die Wirthschaft, die anwesenden Gäste stürmten in das Freie und trafen da ganze Züge, welche, von verschiedener Richtung kommend, alle nur noch einen Weg einschlugen, den nach dem Kloster der gehaßten Nonnen.

Bald war der Platz erreicht, der sich schon von weitem durch den auf ihm herrschenden Lärm bemerklich gemacht hatte. Die Masse stand gedrängt da und vermehrte sich durch immer neue Zuzüge mit jeder Minute, so daß es wohl ein paar Tausend sein mochten, welche sich hier eingefunden hatten.

Der Militärwachtposten vor dem Kloster war bei Beginn der Dämmerung und als die Menge immer mehr anschwoll und die Rufe immer drohender wurden, um einige Mann verstärkt; aber die Mannschaft, wohl selbst unzufrieden, daß sie die gehaßten Nonnen bewachen sollte, schaute dem Treiben und Wogen der Menge friedlich zu und schien sich selbst in dem Ausbruche des Volksunwillens, der sich in den kräftigsten Worten Luft machte, zu ergötzen.

Aber immer heftiger wurden die Reden, grimmiger die Flüche, die gegen das Kloster geschleudert worden und bald mischten sich Rufe nach Rache in das Fluchen.

Die Mordhöhle steht immer noch da?" rief ein Erbitterter. Sie muß der Erde gleich gemocht werden, kein Stein darf auf ein­ander bleiben und auf die Stätte wollen wir Salz streuen, zum Zei­chen, daß sie verflucht ist für alle Zeiten, und auf der Stätte wollen wir eine Säule aufrichten und daran die Erzählung der Schandthaten, die hier geschehen, einmeiseln, dem ganzen Klostergesippe zur Schmach und allen Menschen zur Warnung, auf daß sie, sollte wieder solch ein Otternest gegründet werden, sie sogleich sich dagegen erheben, sie die Steine nehmen und damit den Baumeister steinigen!"

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