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nach dem Bahnhofe, dort flehend, daß man sie mit dem nächsten Zuge mit fortnehmen möchte, nur damit sie dem ihnen plöhlich so schrecklich gewordenen Krakau entgehen könnten, wo sie sich ihres Lebens nicht mehr sicher hielten.

Ein Bahnbeamter hörte ihre Bitten mit spöttischer Miene an und sagte dann:Mit dem größten Vergnügen will ich Euch als Eilgut'sortschicken, besonders dann, wenn Ihr Herren versprecht, nicht wieder zu kommen; denn giebt es unnützere Menschen in der Stadt, so seid Ihr es, und ganz Krakau wird froh sein, wenn Ihr Euch weit, recht weit fort macht."

Die frommen Herren mußten die bittere Pille, welche auf solche Weise ihnen aufgetischt wurde, schweigend verschlucken; sie zitterten für ihre Sicherheit und mußten schweigen, damit es ihnen erspart blieb, noch mehr dergleichen starke Wahrheiten anhören zu müssen. Blos Einer wagte zu sagen:Es ist der Lauf der Welt, daß die Unschuld leiden muß!" Allein sein frommer Seufzer hatte nicht die gewünschte Wirkung, denn es klang ihm sogleich die Antwort entgegen:Das sieht man am Besten an Barbara Ubryk!"

Einem der fliehenden Paters war es gelungen, in die Stadt zu kommen; er eilte in die Militärhauptwache und flehte dort um Hilfe für das Kloster. Gleichzeitig kam dort Nachricht von weiteren An­griffen auf andere Klöster an, man hatte Fenster eingeworsen, Statuen zerschlagen, um mit deren Bruchstücken die Gebäude zu bombardiren. Am schlimmsten kam dabei das am Zwiecaniec gelegene Kloster der Norbertinerinnen weg. Ein Haufen hatte sich dorthin gewendet, war in den prachtvollen Garten gedrungen und hatte dort die Treibhäuser, die Gartenanlagen und was nur halbwegs zugänglich war, zerstört, an dem Klostergebäude selbst aber die Fenster eingeworfen. Durch die Straßen wirbelten nun die Trommeln, der commandirende General schickte ein Bataillon Infanterie noch dem Iesuitencollegium, und ordnete an, daß alle übrigen Klöster Krakaus von Militärabtheilungen bewacht würden, da von der Wuth des Volkes Alles sich fürchten ließ.

Der General erschien selbst bei dem Iesuitencollegium. wo die Menschenmenge den Truppen zwar nicht den geringsten Widerstand leistete, ihnen sogar große Freundlichkeit bezeigte, aber doch nur langsam zurückwich, dabei immer mit der Unmöglichkeit sich entschuldigend, schneller zurückgehen zu können, indem hinter ihnen die Menge zu sehr dränge. In der Wahrheit war aber dieses langsame Weichen be­rechnet, denn man wollte dadurch den im Klostergebäude Arbeitenden Zeit geben, ihr Vernichtungswerk noch fortzusetzen.

Der General forderte mit freundlichen Worten die Anwesenden auf, ruhig auseinander zu gehen und er bat sie zugleich, den Soldaten die Ausübung ihrer Pflicht nicht ohne Noth zu erschweren. Er er­klärte zugleich: er theile den Unwillen des Volkes über die Vorgänge im Kloster auf der Wassola, allein er finde auch, daß das Volk nicht