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den rechten Weg einschlage, gelte es, Uebelstände abzuschaffen; es zer­störe ganz nutzlos fremdes Eigenthum.

Bei diesen Worten des Generals trat ein Bürger vor und sagte ernst:

Herr General, die scheinheiligen Schleicher, die sich hier einge­nistet, haben kein Eigenthum; Alles, was sie besitzen, ist der Schweiß und das Blut des Volkes, welche Jene ihm ausgepreßt haben. Wenn wir hier das Nest der Erde gleich machen, so zerstören wir nur unser Eigenthum, kein fremdes, und mit unserem Eigenthum können wir machen was wir wollen."

Ein anderer Mann, ein einfacher Arbeiter, trat gleichfalls vor den General und sagte:

Herr General, lassen sie uns hier nur noch ein Wenig wirth- schaften, wir wollen in diesem Kloster für Ihre Soldaten gut Quar­tier machen. Es läge schön für eine Caserne."

Wohl mußten der General und seine Umgebung zu diesen Worten des Arbeiters im Stillen lächeln, allein sie konnten sich doch nicht einverstanden erklären, und drangen auf schnelle Räumung des Platzes, die nun auch erfolgte. Das Gebäude des Iefuitencoll'egiums ward von dem Militär besetzt, das sich für die Nacht in den demolirten Räumen so gut als es ging einrichtete.

Aber das Volk war damit nicht beruhigt, denn es erhoben sich jetzt Stimmen, ^welche riefen:

Wir müssen auch die andern Klöster stürmen und sie so zurichten, wie dieses Nest!"

Aber diese Rufer beruhigten sich, als die Nachricht von der Be­dachung der sämmtlichen Klöster durch die Soldaten einlief. Aber die Aufregung legte sich deshalb doch nicht, denn bis gegen Morgen durchzogen zahlreiche Gruppen die Straßen der Stadt und der Vor­städte. 'Spottlieder auf Mönche und Nonnen singend. Verwünschungen gegen die Klöster ausstoßcnd, und mit lauten Rufen die gänzliche Versagung der Mönche und Nonnen verlangend.

Da sich die Menge aber auch nicht die geringste weitere Tbät- lichkeit zu Schulden kommen ließ, so hatten weder Polizei noch Militär Veranlassung, einzuschreiten.

Gegen Tagesanbruch ward es ruhiger, die noch vorhandenen Gruppen zerstreuten sich vollends und bei Aufgang der Sonne sah man nur wenige Livilisten auf den Straßen, aber vor jedem Kloster glänzten die Bajonete der aufgestellten Wachtposten.

Am Mittag erschien bei 'dem Bischöfe wieder eine Deputation des Gerichts und eröffnete ihm, daß aus den Antrag des Oberstaats­anwalts Herrn Nalepa die Oberin des Karmeliterinnenklosters, Fräulein Marie von Wenzyk und ihre Vorgängerin in dieser Würde, Fräulein Tberela Kosterkiewicz verhaftet werden sollten und man dieses dem Bischöfe, als geistlichen Vorgesetzten der Betreffenden, mittheile. Um