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ein ehrlich Haus einzutreten, denn seine Kleidung wa­ren eitel Lumpen und die Schuhe waren mit Bindfaden an den Füßen festgebunden. Gesicht aber und Hände waren rein, und seine Haltung war aufrecht, und sein Blick hatte nichts Freches und Wildes, war vielmehr sanft und leidend. Ein Blick auf das Lager überzeugte den Schulmeister sogleich, daß der Fremde nicht darin geschlafen, daß er vielmehr wahrscheinlich die Nacht durchwacht habe. Das Alles übersah Justus mit Ei­nem Blick und mit Einem Gedanken durchdachte er das ganze Seelenleiden des Fremden und eine innige Theil- nahme ergriff sein Herz. Und wie ihm zu Sinne war, so sprach er es aus, gleich fern von Aufdringlichkeit, wie von Neugier. Das rechte treue Wort schien auch die rechte wunde Stelle im Herzen des Fremden ge­funden zu haben, denn er sagte gar bewegt:Habt Dank, habt Dank, guter Mann für die große Liebe, womit ihr mich, einen Landläufer, beehrt habt. Nicht lange mehr will ich euch lästig fallen. Wollt ihr mir aber noch einen recht großen Dienst thun, so führt mich auf einen Pfad, auf dem ich Gießen erreichen kann, ohne daß Menschen mir begegnen, und schenkt mir auf ein einzig Stündlein nur euer Geleit, ich möchte von euch einen Freundesrath mir erbitten. Seit ich in der Irre gehe, habe ich solch eine Liebe nicht gefunden, denn bei euch! O hätte ick euch früher ge­funden, es stünde jetzt anders um mich!"

Hab' ich denn etwas Sonderliches an euch gethan," fragte der Schulmeister,das solch Auf­hebens verdiente, wie ihr thut? Ich habe euch ausge­nommen, da ihr sonst kein Obdach finden konntet, das ist Alles. Ist das eine Tugend oder ein Lob, so Hab'

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