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ich sie von Vater und Mutter gelernt, und wäre das nicht, so kenne ich ja des Apostels Wort:Nehmet euch der heiligen Nothdurft an, herberget gerne." Was euren Wunsch aber betrifft, so weiß ich ein Pfädlein durch Wald und Feld, das ist einsam und traulich; ich bin's wohl auch schon an warmen Sommertagen gegangen. Auf dem Pfädlein will ich euch gern das Geleite geben, nur laßt mich erst meines Amtes war­ten. Haben wir mitsammen die Morgensuppe gegessen, so ziehe ich das Schulglöcklein, das man drunten weit­hin höret, und dann kommen meine Schüler. Seht nur dort hinunter, dort an der Waldecke, da naht schon ein Trüpplein; sie kommen gern, und bleiben gern, ohne daß ich sie treibe und halte. Seht, jetzt haschen sie einander und Einer ruft, um das Echo zu wecken, das dort an der Waldecke ist. So ist's recht, ihr Kinder! Ich sag' ihnen immer:

Wer sich gewöhnet hat in Ehren sich zu fteu'n,

Wird auch bei ernster Sach' nicht trag und schläfrig sevn."

Nach der Morgensuppe war der Fremde verschwun­den; er hatte sich im nahen Wald verborgen gehalten, denn er schämte sich der Lumpen, die ihn deckten. Um die Zeit, die ihm von Justus genannt worden war, erschien er wieder, nahm schnell aber herzlich von Do- rothe Abschied, und «änderte mit dem Schulmeister durch die Wälder nach Gießen zu.

Im Wald war's schon lebendiger geworden; die Vorboten des Frühlings zeigten sich auch da. Einsame Bienchen flogen um die Schneeglöckchen oder hingen sich an die Kätzchen der Salweiden, während der Specht mit lautem Hämmern den Würmern in den alten Buchen