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der ihm über die Verhältnisse des Hauses van der Bruck mitgetheilt habe, beschrieb Kleidung und Schmuck des Kindes, nannte den Inhalt der Briefe, die er selber nach Holland geschrieben habe, und gab das Datum der Briefe genau an.

Mit großer Ruhe und Langsamkeit verglich der Advokat die einzelnen Aussagen mit den Papieren, die er bei sich hatte, und legte zu Justus Erstaunen ihm seine eignen Briefe zur Anerkennung vor. Dann mußte Justus gleichsam Rechenschaft geben über die Erziehung des Kindes, mußte seine Gemüthsbeschaffenheit angeben und die Krankheiten, an denen es bis dahin gelitten habe.

Wie nun Justus alle diese Fragen mit deutlicher Stimme, und mit großer Gewißheit beantwortet hatte, wie er bei der Schilderung von Selma's Jugend immer ergriffener und gerührter wurde, wie ihm endlich die Thränen unaufhaltsam über die Wangen Herabflossen, als er von der Liebe des Mädchens gegen seine Pflege- ältern sprach: da ward das Gesicht des Holländers immer liebreicher, man sah es ihm an, wie er, ein Fremdling, den Mann lieb gewann, dessen treues Herz aus jedem Worte sprach.

Ihr seyd ein Ehrenmann, Herr Schulmeister," sprach er dann.Ich bin auch Vater, und weiß was es heißt, Liebe haben für die, die mir Gott gab. Wenn ich Eins verlieren müßte, und fände es nach langer Trennung bei euch wieder, ich würde die Trennung für nichts achten, denn ich wüßte, daß ich's doppelt wieder empfinge. Jetzt aber, da Alles zu meines Herrn Zu­friedenheit geordnet ist, da ich Selma als das Kind Lewin's van der Bruck erkannt habe, so laßt uns zu-