/
97
theilen, und immer bei vielen Stücken für mehrere Eingänge und auch dafür sorgen, daß man bequem zu den Krippen kommen und das Futter gemächlich vorlegen könne. Auch sollen in allen Ställen Dampflöcher durch die Decke bis über die Firste des Gebäudes in Gestalt der Schornsteine geführet werden; man mache sie nur von Holz; die Decke muß man mit Lehm wohl beschlagen, damit das Heufutter, welches man gemeiniglich über den Ställen hat, durch die Ausdünstungen deS Viehes nicht verderbe. In der Nähe derKühe- und auch der Ochsenställe muß eine Kammer für das Futter und eine andere für das Gesinde seyn, welches zur Wartung des Viehes bestimmt ist.
§. 100 .
Cchweinställe sollen warm, und gegen die Mittagsseite angeleget werden; man machet sie lieber von Holz als von Steinen, weil die gemauerten zu kalt sind. Man dielet sie mit kiefernen Bohlen und muß besorgt seyn, dem Urine Ablauf zu verschaffen; man machet sie höchstens 3 Wiener Ellen hoch, damit nur ».ein Mensch beim Ansmisten stehen könne; man machet Abtheiluugen, und zwar bei vielem Viehe zu beiden Seiten eines Ganges, den man mit Steinen pflastert; jede Abtheilung : kann etwa,3 bis 4 Ellen breit und eben so kang Baukunst. 7

