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bäuden kommen besonders die Säulenordnun­gen zu, welche anderwärts nicht überall an­ständig sind; denn ein Gebäude soll nicht prächtiger werden, als es seiner Bestimmung und dem Stande der Einwohner gemäß ist.

S 203.

Der Anstand fordert, daß man auch bei dem Gebrauche der Säulen auf die Eigenschaft einer jeden. Rücksicht nehme. Die toskanische wird an öffentlichen Gebäu­den , deren Haupteigenschaft die Stärke ist, angebracht, nämlich an Vorrathshäusern, an Stadtthoren, Arsenalen, Brunnen, ja auch am Unterstocke der Palläste. Die dorische schicket sich wegen ihrer edlen Kühnheit zu den militärischen Gebäuden und zu jenen, deren Eigenschaft nicht übermäßige Stärke ist. Die jonische ist dem Frieden und der Gerechtigkeit geweihet, und gehöret für Rath­häuser und Kirchen. Die römische zieret jene Gebäude, welche deü Reichthum anzcigen, - und wird zu Triumphbögen, zu Dekoratio­nen bei öffentlichen Festen und zu Schau­bühnen gebraucht. Die korinthische wird nach dem Beispiele der Alten zu den Pracht­gebäuden vorzüglich gewählet.

§. 204.

Die übrigen Zierathen sind entweder be­deutend oder unbedeutend; jene zeigen den