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das Stoppelpflügen im Herbst gewährt folgende sehr große .Vortheile:

а. Der gepflügte Boden wird physikalisch und chemisch ver­bessert, physikalisch durch die Einwirkung des Frostes, welcher den Boden mürbt, chemisch durch den Sauerstoff der Lust, indem durch denselben die organischen und unorganischen Pflanzennährstoffe zur Lösung und Verwitterung gelangen und der heraufgebrachte rohe Untergrund befruchtet und gesund gemacht wird. -3st das Pflügen allen Bodens vor Winter von großem Vorthcil, so ist es doch ganz besonders wohlthätig für den schweren Boden. Schon ein altes Sprüchwort sagt:Für den Thonbodcn ist der Frost der beste Ackersmann", und in der That wird der schwere Boden durch den Frost so vollständig gelockert und gemürbt, wie durch kein Ackergeräth.

d. Es werden eine Menge Unkräuter, namentlich Samenun­kräuter, zerstört, welche in gelinden Wintern fortwachsen und, wenn das Stoppelpflügen erst im Frühjahr geschieht, kaum zu vertilgen sind, da Wärme und Feuchtigkeit im Frühjahr ihr Fort­wuchern begünstigt.

e. Auch manches Ungeziefer wird durch das Pflügen vor Winter vernichtet, indem dasselbe auf die Oberfläche gebracht wird und daselbst dem Froste und der Nässe erliegt.

ä. Regen und Schneewasser können in die Tiefe des lockeren Bodens eindringen, wodurch derselbe eine längere Zeit im Früh­jahr nachhaltende, zur Beförderung des schnellens Keimens und des gedeihlichen Wachsthums der Saat hinreichende Feuchtigkeit erhält.

б. Bei trockner Witterung im Frühjahr trocknet der vor Winter gepflügte Boden schnell ab, und da er durch das Ausfrieren voll­kommen mürbe geworden ist, so kann mit der Bestellung der Som­merfrucht frühzeitig begonnen werden, und man gewinnt Zeit zur rechtzeitigen Ausführung anderer Feldarbeiten.

f. Von ganz besonderem Vortheil ist das Pflügen vor Winter dann, wenn die Herbstfurche zugleich als Saatfurche für die Som- , mersrüchte gegeben wird. Der große Nutzen dieses Verfahrens besteht darin, daß man wesentlich an Arbeit erspart, daß dem