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In den Zähren 1775 bis 1777 studirte er an der Universität in Ingolstadt erst Philosophie, dann Theologie. Während dieser Studien mochte er oft, sein hohes Ziel vor Augen habend, an den Psalm denken: „Wie lieblich sind deine Wohnungen, du Herr der Heerschaaren! Es sehnt sich und schmachtet meine Seele nach den Vorhöfen des Herrn. Mein Herz und mein Fleisch frohlocken in dem lebendigen Gott, denn der Sperling findet sein Haus und die Turteltaube ihr Nest, darein sie ihre Jungen legt; ich deine Altäre, Herr der Heerschaaren, mein König und mein Gott!" (Psalm 83.). Er fand sie, diese Altäre, als er im September des Jahres 1775 zum Priester geweiht wurde.
Von nun an kam er öfters nach München, wobei er nie unterließ, seinen ehemaligen Wvhlthäter, den Generalwardein Oecker zu besuchen. Er speiste gewöhnlich an seiner Tafel. Wie nun da einmal von den wundervollen Führungen der göttlichen Vorsehung die Rede war, nahm Sailer das Wort; die Augen offen und herzlich zu seinem Gastfreund wendend sprach er: Herr Generalwardein, nach Gott und den zwei Schnepfen habe ich Ihnen Alles zu verdanken. Auf die Schnepfen also kam er immer gern zurück, und wir mit ihm. Die Ueberzeugung, daß der Zimmermeister in Aresing mit dem Schnepfenkauf eine herrliche Eingebung gehabt habe, setzte sich so fest in seinem kindlichen Gemüthe, daß er auch in späteren Jahren, wenn er mit Schnepfen bewirthet wurde, nicht leicht unterließ sein Geschichtchen zu erzäh-

