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len. „Jetzt wird das Mahl für mich liturgisch," sagte er dann lächelnd, „denn Gott hat mich durch zwei Schnepfen zu Dem gemacht, was ich bin." Auch seine Freunde gingen vielfach in diesen seinen Lieb- — lingsgedanken ein. So ließ ihm der Benediktiner Veda Mayer ein Siegel stechen, das zwei Schnepfen im Felde hat, mit der Umschrift: Unter Gottes Leitung. Wer weiß, wie oft auch sonst noch im Scherz und Ernst der einflußreichen Schnepfen gedacht worden ist.
Die Studien waren vollendet und das Priesterthum sein Erbtheil geworden. Es währte nicht lange, so wurde nun Sailer als Repetitor in der Philosophie rmd Theologie an der Universität angestellt. Einen schöneren Wirkungskreis hätte er sich zunächst nicht wünschen können, denn außer dem Einfluß, den er damit auf die Bildung junger Leute gewann, sah er sich aufgefordert, den Umfang seines Wissens zu erweitern, oder auch manche Lücke in demselben auszufüllen.
Bei dem Fleiße, womit Sailer im Gebiete der Gelehrsamkeit arbeitete, wundert es uns nicht, daß er im Jahre 1780 zum zweiten Professor der dogmatischen Theologie ernannt wurde. Da aber im nächsten Jahre der Fond, aus welchem er seinen Gehalt bezog, an die englisch-bayerische Zunge des Malteserordens überging, denn er bestand in den Fnnda- tionsgütern der aufgehobenen Gesellschaft Jesu, da auch im Lehramt eine bedeutende Veränderung eintrat, indem es, wie überall im Lande, auch in Jngol-

