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den den bischöflichen Stuhl zu Paderborn als Hannoveraner angenommen, ein Einladungsschreiben, wie der Posener Erzbischof, nach Berlin erhalten; indessen starkmüthig auf Rath des kräftigen PaderbornerS Herfeler das glänzende Tafeln in der Hauptstadt abgelehnt. Die Saucen der Berliner Küche sind dem an Westphälische Kost Gewöhnten mit Recht verdächtig. — Die Bewohner des ehemaligen Je- » fuiten-CollegiumS, die bisher so vaterländisch und einig gelebt, sollten auf Betrieb der »«ltlichen Professoren aufgelöst werden, in Betreff des bisher geführten einen Haushalts ja sogar der Verding der Küche einem Juden zugeschlagen werden; dieser entlief überglücklich voraus nach Amerika, und fo waltet jetzt noch, weil kein Christ es annehmen will, im Collegium ein trauriges Einstweilen. Die immer wachsenden Protestanten erzielen die schöne Jesuitcrkirche; die in Büren haben sie schon im Besitz. So sind auch Ln B r a k e l, W e r l, . Marburg, Lichtenau, ohne den Bischof zu fragen, ! jüngst fort« manu protestantische Kirchen geschaffen worden aus Klosterkirchen, welche die Eingebornen selbst nöthig hatten. Die evangelischen Pfarrer ziehen großes Gehalt aus Staatscaffen, während die katholischen in großer Dürftigkeit schmachten, und die Brüder im Norden, wenn ihre Seelen- ^
zahl auch dreimal so groß ist, sich keine Kirche nnd Schule |
er betteln dürfen. Ueber diese Parteilichkeit ist man hier überall mißvergnügt; wegen der vielen geheimen Denunrian- ten darf aber Keiner den Mund öffnen, sonst erhält er einen Kreuzorden ans den Rücken. Um, wie vor einigen Jahren in Erfurt, die Katholicität in Paderborn zu schwächen, will man ein protestantisches Gymnasium dort errichten, dem eine Akademie angereiht werden soll; das kathol. Gymnasium wird dann bald zum Progymnasium herabgedrückt, die uralte , Theologie aber begreiflicher Weise modern, wie die in Köln ;

