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sich, machte niemals eine Miene, verzog nie da- Gesicht, sondern duldete standhaft sein Uebel, und -nahm die Heilmittel, Speisen und Dienste, die man ihm brachte und leistete, ohne irgend ein Mißbehagen oder Abscheu blicken zu lassen. Er achtete wenig auf das, was er litt, und ließ sich sein Uebel gern ge­fallen aus Liebe zu unserm Herr«.

Ich weiß ganz gewiß, denn er hat es mir einmal geschrieben, daß während er im Bett der Ruhe pfleg­te, er sich um so mehr mit Betrachtung der ewigen Güter und mit den Fortschritten seiner Seele zu ihrer Vereinigung mit Gott beschäftigte. Er sagte, man diene-Gott weit heiliger mit Leiden als mit Thun, und setzte hinzu. Unser Herr habe uns so zu sagen mehr mit Leiden als mit Thun erlöst. Doch wollte er nicht haben, daß man mit Bußwerken oder Streng­heiten sich Krankheiten zuziehe, weil, sagte er, wir der Vorsehung Gottes und der christlichen Nächsten­liebe schuldig sind, für unsere Erhaltung Sorge zu tragen; wenn uns aber irgend Krankheiten zustießen, oder auch unser Leben dadurch abgekürzt würde, weil wir der Andacht pflegen, und ein tugendliches Leben führen, so muß man das Uebel geduldig leiden, und Gott dafür danken. Denn so wenig es recht ist, wenn man zu sehr auf seine Gesundheit sieht, weit dies; weibisch ist, eben so wenig muß man sie ganz verachten; denn das grenze an Stolz und Barbarei. Man muß mit unserm Herrn leiden, so lange die Ge­sundheit gut ist, durch treues Dienen; wenn er uns