Monarchen und den Senatoren verschiedene Conferenzen hatte. Obschon daher in Bezug auf den genannten Punkt seine Mission in Moskau ohne Erfolg war, so erhielt er dennoch ein Diplom, welches den Kaufleuten und Priestern, die sich mit jenen in Rußland niederließen, freie Ausübung ihrer Religion zuflcherte, dasselbe wurde auch nebst ungefährdetem Durchzuge jenen verheißen, welche der heil. Stuhl nach Asten senden wolle. Gregor XIII. stattete hierüber, so wie über die seinem Legaten gewordene ehrenvolle Aufnahme, in einem eigenen Schreiben vc-m 1. Okt. 1582 dem russischen Monarchen seinen Dank ab. Dieß ist das letzte Aktenstück, das sich in Possevins „Mos- covia“ findet.
In dem fraglichen Artikel wird nun von dem Erfolge der Mission Possevins nach seiner Abreise gesprochen und gesagt, daß i. I. 1595 das Werk der Wiedervereinigung durch den Metropoliten Michael Bogoza, der alle Bischöfe seines SprengelS in Kiew versammelte und dort die Vereinigung der griechischen mit der, lateinischen Kirche beschloß, gleichsam vollendet wurde. Man erwähnt hierauf der Absendung zweier Bischöfe an Clemens VIII., damit er die in dieser Synode decretirte Vereinigung bestätige. ES ist indeß gewiß, daß die Synode im vorhergehenden Jahre Statt hatte, weil das erwähnte Decret vom 2. Dez. 1594 datirt ist. Indem wir nicht weiter untersuchen, ob diese Versammlung in Kiew oder in Brest, ob eine oder mehre Synoden abgehalten wurden: so ist doch so viel gewiß, daß sich auch einige Male die Bischöfe des lateinischen Ritus mit jenen des griechischen vereinigten. Unter andern Geschichtschreibern handelt besonders Possevin weitläufig von dieser Angelegenheit in einem Werke, welches er Apparatus sacer betitelte; man findet dort die

