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„rend sie das Glück rühmten, das für den Staat aus der „Einheit der Religion hervorgehe, brachten sie die Unan- „nehmlichkeiten in Erinnerung, welche der Clerus in Li- „thauen zu erdulden hatte, als er das Decret des Floren- „zer Conciliums verwarf." Man suchte also die Schismatiker zu belehren und nicht zu zwingen. —
Was die Verschiedenheit des Ritus betrifft, so lesen wir in dem Artikel, daß Clemens VIII. nichts daran geändert habe, weil man für jetzt keine Neuerung vorzunehmen sich getraute, da, wie die Geschichte bezeugt, die Russen stets für den Cultus ihrer Väter eine große Anhänglichkeit hatten, und dieß blieb auch lange Zeit.hindurch ein Hinderniß gegen die neue Ordnung der Dinge. Allein die Geschichte bezeugt, daß die lateinische Kirche nie daran dachte den griechischen Ritus abzuschaffen. Der unsterbliche Papst Benedict XI V. äußert sich hierüber in der 43sten Constitution des 3. Bandes seines Bullariums, das mit den Worten: Imposito nobis, begint, also: nun. quam Ecclesiae Latinae mens fuerit, ut Graecorum ritus destrueret: quin potius eorum sempcr conser- vationi, quantum fas esset, nec non eorumdem apud Graecos B'ideles observantiae prospexerit. Er bewies dieß mit Beispielen aus der Geschichte aller Zeiten, besonders in der 47sten Constitution des IV. Bandes bei den Worten; Allatae sunt; nachdem er schon verschiedene Male diesen Gegenstand behandelt hatte. Uebrigens ist es aber auch der ganzen Welt bekannt, daß in der Hauptstadt des Christenthums, in Rom, unter den Augen und auf Befehl des Papstes selbst jeglicher Clerus die heiligen Gebräuche und den erhabenen Gottesdienst des katholischen Ritus der eigenen Nation mit voller Freiheit ausubt. Es ist dieß von jeher so gewesen, da man in Rom immer

