keit, ihrer Kirche untreu zu seyn, soll man nicht Empörung, und den Verrath an der Kirche nicht Loyalität nennen! —
4t* Berlin. 8. Marz. . . Während die Organe der rationalistischen Presse die von der Allgemeinen Zeitung zuerst gebrachte Nachricht, Se. Majestät der König beabsichtige die Bischöfe der unirten Kirche in England weihen zu lassen, mit einem gewissen Unbehagen in Abrede stellen, behaupteten gewöhnlich gut unterrichtete Correspondenten das Gegen- theil, und wir sind somit immer noch an das Factum allein gewiesen, um über dessen Wahrscheinlichkeit oder Un- wahrschcinlichkeit ein Urtheil zu fällen. Betrachten wir die Thatsache allein an und für sich, und fassen wir dabei die bekannte fromme Gesinnung des Königs in's Auge, so liegt durchaus nichts Unwahrscheinliches in derselben; es ist vielmehr ein Versuch, die unirte Kirche durch eine wohlgegliederte Hierarchie zu befestigen, mit den dabei im Hintergründe liegenden Gedanken, — der allerdings auf einer unklaren Anschauung beruht, — durch Anschluß an den englischen Episcopat und Einführung einer feierlichen Conse- cration auch jene höhere Gnade und den sacramentalischerr Character in die unirte Kirche herüberzuleiten, welchen die ersten englischen Bischöfe unmittelbar nach ihrer Trennung von der katholischen Kirche aus dem Grunde noch besaßen, weil sie früher als katholische Bischöfe geweiht worden waren. Betrachten wir aber die Sache näher, so ergeben sich mannigfache Schwierigkeiten. Wenn auch die ersten Bischöfe der neuen unter Heinrich VIII. und Eduard VI. gegründeten Kirche den bischöflichen Character und die Gaben des Heiligen Geistes aus der alten Kirche mit herübernahmen, so sind diese doch mit ihnen erstorben, und nicht auf ihre

