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Predigten Pes P. Philipp Benitius Mayr aus dem Servilen-Orden, Docrors der Philosophie und emeritirten Professors der Religionslehre an der k. k. Universität zu Innsbruck. — Gesammelt und heransgegeben von einem seiner Verehrer. I. und II. B. Innsbruck in der Waaner'schen Buchhandlung 1839.
Der Name des seligen P. Benitius hat einen gu- ten. Klang im katholischen Teutschland, und mit Recht zählt er auch nach seinem Tode noch in dem Lande, welches zunächst die Früchte seines erleuchteten Eifers für die Religion ärntete, eine große Zahl der ergebensten „Verehrer. Alles was wir von diesem Manne je hörten, stimmt dahin überein, daß er vorzüglich ausgezeichnet war durch die Anmuth und Liebenswürdigkeit seines Charakters, wodurch er alle, die mit ihm in Berührung kamen , mächtig apzog,.und der guten, damals so sehr gefährdeten Sache der Religion und des Glaubens nicht geringe Dienste leistete. Der ächten Anfklärung selbst nicht abhold, war er ein entschiedener Gegner des damaligen pseudophilosophischen Teibens, und wirkte demselben nach Kräften entgegen. Zn der That, hätte es in jener be- dauernswerthen Zeit mehrere so wohldenkende und geistvolle Lehrer an den katholischen Universitäten und in den Klöstern gegeben, die wie unser P. Benitius und einige Andere bei aller Nüchternheit des UrtheilS die warme Begeisterung für den heiligen Glauben bewahrten: so wäre es jener kalten, Herz und Geist ertödtenden, Gemüch verglasenden nordischen Philosophie nimmermehr gelungen, einen solchen Eingang in die Hörsäle der katholischen Anstalten zu finden, und wie ein verderblicher Reif die Saatfelder des Geistes zu versengen. Auch. jene Masse plumper und frivoler Skriblcr, welche wie ein Schwarm giftiger Schmeißfliegen in der josephinischen Periode aus- geboren worden, wäre alsdann unmöglich im Stande gewesen, fich so breit zu machen und die teutsche Tagsliteratur mit so- viel eckelhaften Produkten des tief gefallenen Bewußtfepns und deö ausgelassensten Geistes anzufüllen. Gottlob daß die katholische Welt einmal vollends darüber aufgeklärt ist, was fie von der Aufklärung zu halten hat-

