aber es sey mehr ein Erguß deS Herzens in die Ewig­keit und in den Ewigen gewesen, als ein in Worte gefaßte Weise des Verkehres mit Gott. Er achtere nicht darauf, wie er mir sagte, ob er Trost oder Trost­losigkeit im Gebet empfinde; gebe ihm der Herr gute Empfindungen, nehme er sie ganz einfach hin; gebe er ihm keine, denke er nicht daran.

Er hat in seinem Buche von der Liebe Gottes alle Gnade des Gebetes und der Betrachtung so zart und so erhaben beschrieben, daß man leicht einsehen kann, wie sehr er selber diese Gabe des Geberes besaß. Wenn man ihn beten sah, theilte er dem Herzen die Empfindung seines Gebetes mit; mehrere Personen versichern dieß mit mir. Er empfahl die Uebung des Gebetes denen, die unter seiner Führung waren, sehr dringend. Zm Zahre vor seinem Tode sah man deut­lich, daß sein Geist so völlig von allen Dingen los -war, daß er sich lediglich an Gott hielt.

ES ist wahr, wie er mir gesagt hat, daß er eine große Leichtigkeit zu beten hatte; er hatte sehr heilige Empfindungen der Vereinigung mit Gott, vor dem er in allertiefster Ehrfurcht und vollkommenem Ver­trauen wandelte. Oft schrieb er mir, ich solle ihn er­innern, daß er mir sage, was ihm Gott im heiligen Gebete gegeben; und als ich ihn sah und fragte, ant­wortete er mir:Das sind so einfache und feine Din­ge, daß man nichts darüber sagen kann, wenn sie vorüber sind."

Einige Zeit vor seinem Tode konnte er fast keine Zeit mehr zu dieser heiligen llebung finden; denn er