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alles, was den Gottesdienst betraf, in hoher Verehrung, und verrichtete die heiligen Handlungen desselben mit einer tiefen Ehrfurcht, mit feierlichem Ernste und inniger Andacht, denn er hatte immer die Größe Desjenigen vor Augen, Dem er diente. An den Hauptfesten der Kkrche war er im höchsten Jubel; ohne Zweifel, weil seine Seele versenkt war in die göttlichen Geheimnisse, welche die Kirche darstellt; er feierte die Hochämter mit einer solchen Aufmerksamkeit, einer so großen Sammlung des Geistes und so demüthiger Majestät, daß er wahrhaftig alle Anwesenden entzückte. Ich habe diese Wahrheit erkannt, ehe ich Klosterfrau geworden bin.
■ Er hatte eine besondere Neigung an den großen Festen zu predigen, um sein Volk zur andächtigen Feier derselben aufzumuntern, und ihm das Verständnis der hohen Geheimnisse, welche die Kirche an diesen Tagen feiert, zu eröffnen und es zur Andacht und zur Verehrung derselben zu stimmen.
Er las täglich die heilige Messe, wie ich schon gesagt habe, mit einer innigen Andacht. Wenn er bei Prozessionen das allerheiligsie Sacrament trug, hielt er es an seiner Brust und verwandte fast kein Auge davon, Und wenn man sein, bei dieser Handlung ganz verzücktes Antlitz sah, wurde es einem ganz andächtig zu Muthe.
Als er eines Tages in der Prozesston des Fronleichnamsfestes das hochwürdigste Gut bei außerordentlicher Hitze durch die ganze Stadt getragen, fürchteten wir, die große Ermüdung möchte seiner Gesundheit

