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nachtheilig seyn. Wir ließen ihn fragen, wie er sich befinde. Er schrieb uns:Es ist wahr, mein Leib ist etwas müde geworden; aber an Geist und Herzen wie könnte ich es seyn, nachdem ich an meiner Brust, in nächster Nähe meines Herzens, ein so göttliches Heilmittel getragen, wie diesen Morgen, so lange die Procession dauerte! Ach, wäre mein Herz ganz entleert gewesen und erniedrigt in Demuth und Selbstverläugnung, es hätte fürwahr dieß köst­liche Pfand in sich gezogen, hätte es geborgen in sich, denn es liebt so unsäglich die Kräfte desselben, daß es mit Macht sich hingezogen fühlt zu ihm, wo es nur immer seiner ansichtig wird.Die Sperlinge fin­den eine Zufluchtstätle und die Turteltaube ein Nest für ihre Zungen, sagt David *)."" Mein Gott, wie ergriff es mich, als man diesen Psalm sang; ich sagte: ,,0 theure Himmelskönigin, keusche Taube, ist'S möglich, daß dein Täubchen jetzt meine Brust zum Neste habe!" " Auch dieses Wort der Braut hat mich gerührt:Mein Geliebter ist mein, und ich bin ganz sein. Er wohnt zwischen meinen Brüsten" denn da hielt ich ihn, und dann wieder das Wort de- Bräutigams;Lege mich wie ein Siegel auf dein Herz."" Ach ja, wenn ich aber das Siegel abnehme, finde ich keine Spur, daß seine Züge meinem Herzen eingeprägt wären."

Ein andermal schrieb er mir:Heute ist das große Fest der Kirche, bei welchem der Erlöser mit

*) Ps. 83. r. 4.