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# seiner Gnade, als ich ihn in der Prozess!»» trug, mir tausend süße Empfindungen einflößte, unter welchen ich nur mit Mühe meine Thränen zurückhielt. O Gott, ich verglich den Hohenpriester des alten Bun­des mit mir, und gedachte, wie dieser Hohepriester ein kostbares Drustschild trug, mit zwölf Edelsteinen geziert, ans welchem die Namen der zwölf Stämme Israels eingegraben standen. Ich fand aber meinen Brustschild weit kostbarer, obwohl es nur aus einem einzigen Kleinode, der Perle des Orients, bestand,

' den das keusche Gefäß der Perlcnmuschel empfangen von dem gesegneten Thaue des Himmels. Denn sehen *Sie, ich hielt dies göttliche Sacrament fest an mein Herz gedrückt, und wußte es gar wohl, daß die Na/ men der Kinder Israels darauf gegraben standen.

. Ach, wie gerne hätte ich gesehen, daß sich mein Herz aufgethan, den göttlichen Erlöser in sich aufzuneh­men! Aber ach, mir fehlte das Messer, das es hätte spalten können, denn nur die Liebe vermag dieß. Aber dennoch habe ich mir diese Liebe von ganzem Herzen gewünscht." Das sind die heiligen Gedanken, die unfern Seligen beschäftigten, während er den Er­löser der Welt in seinen Händen trug.

Bei allen Prozessionen, denen er beizuwohnen hatte, war er so demüthig und so gesammelten Gei­stes, daß dieß genügte, die Anderen in Ehrfurcht zu halten. Oft erkannte man ihn unter den Büßern, die in der Nacht vom Grünen-Donnerstag barfuß und in schwarzen Gewändern einen Umzug halten.