Er ermangelte nie, den Predigten Ln der Stadt mit großer Aufmerksamkeit beizuwohnen, und wenn er von ihnen weg selbst die Kanzel bestieg, was meistens geschah, erwähnte er oft dessen, was er dort gelernt, gleichsam als wollte er damit Denjenigen empfehlen, der gepredigt. Er las gewöhnlich die heilige Messe in Kirchen, wo Abläße waren, und wohnte den öffent­lichen Gebeten und den Abendsegen mit dem hochwür­digsten Gute bei, das er oft aussehen ließ, wenn sich Fürsten und Völker in Bedrängniß befanden. Er verfehlte auch nicht, an den Tagen, wann ein Pa- trocinium in einer Kirche gefeiert wurde, daselbst Messe zu lesen. Oft predigte er auch und wohnte den* Gebeten nach der Predigt noch bei, und allenthalben zeigte sich seine Aufmerksamkeit und gewöhnliche An­dacht.

Er hielt die Reliquien der Heiligen in hoher Verehrung. Der Herr Prior von Quoex, von dem ich schon gesprochen, hat mir gesagt, daß er mit Be­wunderung die Ehrfurcht und Andacht wahrgenommen, mit welcher der Selige vor den Reliquien des heil. Germain geweilt, während der Hochwürdigste Bischof von Chalcedon den Altar der Kapelle weihte, ohne Laß man ihn den Kopf umwenden noch die Augen von den heiligen Reliquien verwenden sah. Auch gestand er nachher dem Herrn Prior: er habe seit langem keine solche Tröstungen mehr gehabt.

Als er zur Fastenzeit in Grenoble predigte, baten ihn die' ehrwürdigen Väter Minoriten, am Tage des heiligen Franz von Paula in ihrer Kirche zu predigen.