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Der Selige kniete vor der heiligen Reliquie; da kamen die Leute im Gedränge und traten ihm auf die Füße und Kleider, um die heilige Reliquie auch zu verehren; sie stießen und drängten ihn; aber dessenungeachtet machte der Selige auch nicht die geringste Bewegung, sie zu verhindern; sondern er weilte da mit einer tiefen Ehrfurcht ohne sich zu rühren, verrichtete sein Gebet, als wäre er unbeweglich, und dieß hat mir in derselben Stadt Grenoble eine glaubwürdige Person gesagt, die zugegen war, und dabei geäußert: diese Handlung habe ihr die größte Bewunderung erweckt.
Er ehrte Jeden nach seinem Stande, vor Allen -die-Geistlichen. Einmal schrieb er: „Ich billige es durchaus nicht, daß man sich der Priester*wie anderer Diener des Hauses zur Besorgung zeitlicher Sachen bedient; denn, wenn es zuweilen auch ihre Armuth gestattet und es ihnen sogar erwünscht ist, weil sie von bäurischer Sitte oder einfältig sind, so dürfen wir doch nie die ihrem Charakter und ihrem Stande schuldige Achtung aus den Augen verlieren. Ich sehe, daß man allenthalben auf ihre Familenverhältnisse und zeitliche Lage sieht; aber ich kann es nicht mit ansehen, ohne daß es mich herzlich betrübt. Eine Person, die eines Tages über einen Geistlichen mit ihm sprach, nannte ihn „das Priesterch en," er verwies ihr dieß Wort, denn es schien ihm damit eine Geringschätzung der Eigenschaft des Mannes ausgedrückt. Und dieses ist wahr, notorisch und öffentlich.

