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Neun und dreißigster Artikel.
(Seine Hingebung in den Willen Gottes.)
Sie antwortete in diesem Betreff:
Ich sage, daß ich klar erkannt, daß unser Selige eine vollkommene Ergebung in den Willen Gottes besaß, von welchem er ohne irgend einen Vorbehalt abhangen wollte. Er sagte, daß, was ihm auch begegnen möchte, nichts den Entschluß in ihm wankend machen würde, mit allem zufrieden zu seyn, was Gott aus ihm und allem, was sein sey, machen wolle.
Nach fünf Wochen ungefähr, als er unfern Orden von der Heimsuchung zu gründen angefangen,- wurde ich von einem heftigen Fieber befallen, so daß man an meinem Leben verzweifelte. Er machte mir einen Besuch und sagte: „Gott will sich vielleicht mit unserm Versuch begnügen, und mit dem guten Willen, den wir haben, diese kleine Genossenschaft seinem Dienste zu weihen, wie er sich mit dem Willen Abrahams begnügte, ihm seinen Sohn zu opfern. Wenn es demnach seiner Güte gefällt, daß wir auf halbem Wege wieder umkehren, so geschehe sein Wille!" Nun kann ich in Wahrheit sagen, daß dieß ein hel- denmüthiger Act der Ergebung war, weil er voraussah, daß unsere Lebensweise für die Seelen so große Frucht bringen würde.
In einer gefährlichen Krankheit, die ihn vor seiner Consecration befallen, ergab er sich ganz darein, sterben zu müssen, und sagte, ohne Gottes

