41

ihm nicht gefallt, antwortete er, was kann man da­gegen haben?"

Einmal wollte er die Fastenprcdigten halten, da wurde er krank am Fieber. Er schrieb mir:Wenn Gott nicht will, daß ich ihm mit Predigen diene, sondern mjt Leiden, so geschehe sein Wille!"

Man sprach einmal von Gefangenschaft, (wenn mich mein Gedächtniß nicht sehr trügt, und ich meine nicht) er sagte:Wenn man mich einsperrte, würde ich mich nicht kümmern; ich fände nur mehr Zeit, Gott zu lo- ven Uttöü Ehre rn schreiben." Man

sprach auch davon, daß man ihm sein Bisthum neh­men wolle:Wohl! sagte er, mit um so mehr Frei­heit, werde ich Gott und den Seelen dienen können."

Er war sogar bereit, von Henkershand zu ster­ben, wenn es Gott so gewollt hatte, und er sagte mir einmal, es schiene ihm, daß, wenn Gott zuließe, daß man ihn ungerechter Weise der größten Verbre­chen und Missethaten beschuldigte, die nur begangen werden können, und ihn verurtheilte zum schauder­haftesten Martertode, er denselben mit der Gnade Gottes in völliger Hingebung, voll Ruhe und Frie­den erleiden wollte, und ihn alles dieß nicht kränken würde, vorausgesetzt, daß er unschuldig wäre vor Gottes Angesicht. Nur wenn man ihn des Irrglau­bens beschuldigte, würde es ihm schmerzlich seyn, des Aergernisses halber, und weil die Seelen dadurch Schaden leiden könnten.

Es wäre unmöglich, die außerordentliche Erge­benheit seines Willens auszusprechen; das beweist