de. Ich habe wenigstens den Muth, mich nur da­zu brauchen zu lassen, wozu ich gemacht bin, und in so fern ich etwas thun kann."

Ich erinnere mich nie, einen so uneigennützi­gen, und von den Neigungen zu den Dingen dieser Erde so ganz entblößten Menschen gekannt zu haben, wie dieser Selige es war. Er hat mir erzählt, daß auf seiner letzten Reise nach Piemont zwei vornehme Personen sich an ihn gewendet, und ihn um seine Fürsprache bei Se. Hoheit gebeten hatten, um eine sehr vortheilhafte Gunstbezeigung zu erstehen, wobei sie ihm einen Theil ihres Gewinnes versprachen. Er erwiederte ihnen ganz sanft:Sie kennen mich nicht: ich bin Mensch ohne Eigennutz, der nie et­was für Geld thut; seyen Sie aber versichert, ich «erde mich mit mehr Interesse für Ihre Angelegen­heit verwenden, als wenn sie die meinige wäre. Und dieß that er auch.

Oft wollte man ihm andere Pfründen ver­schaffen, sogar noch auf seiner letzten Reise nach Paris; nie wollte er einen Schritt deshalb thun. Er sagte:Wenn ich mein Disthum verlasse, so geschieht es nicht, um ein anderes zu haben; die göttliche Vorsehung mag mich Der lassen, oder forr- nehmen an einen andern Ort hin, es ist mir alles eins. Wäre es mir nicht besser: es läge keine so große Last auf mir, damit ich unter dem Kreuze meines Erlösers ein Wenig aufathmen und etwas zu seiner Ehre schreiben könnte?"