Derjenige soll noch geboren werden, meine ich, der ihn je einen Schritt thun gesehen oder ein Wort sagen gehört, um seiner Erhöhung in der Welt oder der Erlangung ihrer Schätze willen. Er hatte keinen andern Ehrgeiz, als sein Leben so nützlich wie möglich im Dienst der Ehre Gottes und des Heils der Seelen hinzubringen.
Eine Person schrieb ihm eines Tages, sie wünsche ihm viel Glück und zeitliches Wohlergehen; er antwortete ihr: „Mein. Gott, was wünschen Sie mir? Größe-und Wohlstand, sagen Sie? O, ich brauche keine, und wünsche mir keine andere Größe auf dieser elenden Welt, als diejenige, womit sich Gottes Sohn angethan in der Krippe zu Bethlehem."
Ein andermal schrieb er mir: „Glauben Sie nicht, daß mich der Hof mit irgend einer Gunstbezeugung gewinnen werde. 0 Gott! Wie viel wün- schenswerther ist es, arm zu seyn im Hause Gottes, als wohnen in den Palasien der Könige. Ich mache hier mein Noviciat (er war damals mit dem Herrn Cardinal Prinzen von Savoyen in Paris); aber nie lege ich Profeß ab, so Gott mir hilft. Ich habe auch, Gott sey Dank, am Hofe gelernt, einfacher und weniger weltlich zu seyn; wäre es denn auch wohl möglich, wenn wir die Güte, die Unwandels barkeit und Ewigkeit Gottes betrachtet haben,'noch Gefallen zu finden an der Eitelkeit dieser Welt? Wir sollen nichts lieben und nach nichts streben als nach der Wahrheit unsers guten Gottes, der ewig dafür
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