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Er reiste einmal durch die Grafschaft Burgund, durch Dole, Besaneon und andere Orte; da läßt sich gar nicht sagen, welche Ehren man ihm allenthalben erwies, und wie hoch man seine Frömmigkeit und ausgezeichnete Tugend schätzte.
In Paris stand er in so großem und außerordentlichem Rufe der Heiligkeit, daß er auf seiner letzten Reise dahin, mit hohen Ehrenbezeugungen und einer solchen Freude des Volkes ausgenommen wurde, daß es nicht ausgesprochen werden kann. Kurz nachdem er dort angelangt war, predigte er in der Kirche des Oratoriums, vor mehreren Cardinälen, Fürsten, Herren und einer so großen Menge vornehmer Personen, daß es unerhört war. Manschätzte sich glücklich, ihn zu sehen, mit ihm zu sprechen, ihn anzurühren und von ihm berührt zu werden. Um die Kanzel besteigen zu können, mußte er sich durch das Volk drängen, und die ihn berührten, theilten es sich in großer Freudigkeit mit, daß er sie berührt habe. Während seines Aufenthaltes in dieser großen Stadt, war ein beständiges Gedränge von Menschen aller Art um seine Wohnung her, und selbst an dem Orte, wo er Messe las. Jedermann holte sich Rath bei ihm und eilte zu ihm, wie zu einem Orakel von Frömmigkeit, Heiligkeit und Gelehrsamkeit; die verwickeltsten Angelegenheiten wurden ihm zur Entscheidung vorgelegt, jeder wollte Rath für sein Gewissen und Unterweisung auf dem Wege des Heiles von ihm haben; der Eine rief ihn zu Versammlungen und wichtigen Verhandlungen, bei dönen er seine Stimme abgeben sollte;

