Diener sich vergebens alle Mühe gegeben hatten, sie erst zu dem Herrn Bischof von Genf, seinem Bruder, um sein Testament zu holen, zurückkehren mußten; denn in diesem hatte er den Ort, wo er seine Ruhe­stätte haben wollte, angegeben. Als den Bürgern Lyon'S die Absicht des Seligen kund geworden, ließen sie die Leiche verabfolgen und den Händen des Cheva­lier von SaleS, feines Bruders, übergeben, der ei­gens, sie zu begleiten, gekommen war. Seine Be­dienten mußten sie eilig hinwegführen, weil man be­fürchtete, das. Volk möchte sich widersetzen, wie es denn in der That seitdem sehr bereut hat, dieselbe auS der Stadt gelassen zu haben.

In den Dörfern, wo die Leiche dieses Seligen dnrchgeführt wurde, kam das Volk ihr entgegen, kniete davor hin und küßte den Sarg. Manche rie­ben sich das Gesicht und die Augen mit dem Tuche, das darüber gebreitet war, und bezeigten damit, in welch' großer Verehrung sie seing Heiligkeit hielten.

Die Kirchen, wo man ihn aussetzte, füllten sich sogleich mit Volk. Sobald die Frau Marquise von Meximieu.r erfuhr, daß die Leiche in der Pfarrkirche von Valbonne ausgesetzt sey, eilte sie mit mehrern Personen dahin, und begleitete dieselbe dann eine gute Strecke bis zum Hafen mit ihrer ganzen Gesellschaft, und sie gingen keinen Schritt zurück, so lange sie den Sarg, worin die heilige Leiche ruhte, noch sehen konnten.

Der Her Marquis von Urfü, Ritter des Ordens von Savoyen, ging zwei bis drei Meilen Wegs der