Leiche entgegen. Sobald er sie traf, kniete er nie­der, verrichtete sein Gebet, dann, nachdem er wieder aufgestanden war, sagte tv ganz laut, er bezeige sol­che Verehrung ohne Anstand demjenigen, der es ver­diene, und den er für einen Heiligen halte.

Bei dem Durchzug durch das Dorf Cules in der Diöcese von Genf, wo das Volk ebenfalls mit großer Andacht herbeigelaufen kam, ereignete sich ein selt­samer und des Deachtens werther Fall. An diesem Orte befanden sich der Herr Baron von Cust, Herr von Pingou, sein Neffe, und der Herr Fabri. Als letzterer sah, welche große Ehre das Volk den Ueberresten dieses Heiligen erwies, sagte er, gleichsam wie zum Spott: Man erweist diesem Herrn Bischof von Genf so viele Ehre, als wenn er ein Heiliger wäre. Auf der Stelle überfiel ihn eine Ohnmacht, und er lag lange Zeit in seiner Betäubung, ohne ein Wort hervorbringen zu können. Als er wieder zu sich gekommen war, sagte er: das ist mir wahrlich durch Z u l a s s u n g Gottes z u r Strafe geschehen, weil ich von dem Herrn Bischof von Genf fast spottweise geredet habe.

Unbeschreibliche Ehren erwiesen die Einwohner der Stadt Seyssel der Leiche dieses Seligen, die sie in einer Kapelle aussetzten. Alles Volk drängte sich zu dem Sarge, und legte seine Rosenkranz und Medaillen darauf. Als die Leiche wieder aus der Stadt getragen wurde, begleiteten sie dieselbe in Procession mit Fackeln, in derselben Ordnung,