von Lyon hieher gebracht worden war; und die große Zärtlichkeit und Andacht laßt sich nicht be­schreiben, welche das Volk an seinem Grabe an den Tag legt. Die einen küssen es, andere legen ihre Köpfe darauf, jene die Arme oder Glieder, an de­nen sie Gebrechen haben. Sie kratzen von dem Grabstein etwas ab, und tragen es auf dem Leibe und halten es in Ehren.

Unaufhörlich begehrt man von uns Reliquien von diesem Seligen. Große und Kleine, Fürsten und Fürstinnen und Leute aus allen Standen empfan­gen ste mit Dezeigung einer großer Verehrung und Andacht, gleich Reliquien eines Heiligen. Man hat deren oft air verschiedene Orte in Frankreich, Pie­mont , Lothringen und in der Grafschaft Burgund schicken müssen.

Auch sein Bildniß hat man von uns an so viele Orte hin begehrt, daß die Maler nicht genug arbeiten können, und allenthalben sind ste damit beschäftigt. Zn der Stadt Grenoble, der Hauptstadt der Dau­phins, finden sich die meisten Hauser geehrt und glück­lich, das Bildniß dieses großen Prälaten zu besitzen.

Kurz, ich sehe und höre durch die öffentliche und allgemeine Stimme, daß die Ehren, die man al­lenthalben diesem Seligen erweist, denen gleichkom- men, die anderen Heiligen erwiesen werden, welche für solche in verschiedenen Provinzen gelten und von Allen dafür gehalten und berühmt sind. Und dieß ist sehr wahr, notorisch und offenkundig.