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auf alles Honorar verzichtet und dadurch eben der höchsten Ehre sich würdig gemacht hätten. — — DaS also ist die gepriesene Humanität, deren unsere Bischöfe und Priester sich zu erfreuen haben. Wenn ehedcm der Kaiser der Franzosen Cardinäle und Bischöfe nach Vincennes schleppen ließ, so war das eine brutale Gewaltthat, und wir wüßten nicht, daß damals ein Zeitungsschreiber so hirnlos gewesen wäre, diese Procedur als einen Act der Humanität und Milde anzupreisen. Ist wohl aber diese Hetze, der nun Binterim, und mit ihm noch manche Andere, bereits seit zwanzig Jahren unterworfen sind, weniger schmerzhaft, weil das Gewaltthätige derselben sich nicht in einem Momente conccntrirt, sondern die einzelnen Dosen recht vorsichtig und in abgemessenen Zwischenräumen ihnen eingeflößt werden? WaS endlich das reformatorische Urtheil des AppellhofeS betrifft, so kennt man hier die geheimen Gründe sehr gut, wegen deren es gerne so und nicht anders ausgefallen ist. Hätte der Appellhof z. B. die von dem Landgerichte in Düsseldorf ausgesprochene Amtsentsetzung bestätigt, so hätte das Hochwürdige Domkapitel sich wahrscheinlich sehr gehütet, so ohne Weiteres diesem Urtheile einer weltlichen Behörde beizutreten, und die Pfarrei aufs Neue zu besetzen; wir hätten also noch eine Aussicht mehr zu unendlichen Differenzen gehabt. Was übrigens Binterim selbst betrifft, so ist er, ungeachtet eines Anfalles von Blutsturz, der ihn in Wesel betraf, von Herzen gesund und munter, und wir haben nichts hinzuzufügen, als daß ihn Gott uns noch recht lange erhalten möge!

