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selbstsüchtige Gegenwart nur zu gern zu vergessen scheint, um dem religiösen Element nicht huldigen zu müssen.

Nachdem wir eine'gedrängte Uebersicht der Vorträ­ge über die stille Woche geliefert, bliebe unS noch hinsichtlich der Uebersetzung Etwas bcizufügen. Wir glau­ben aber zu deren Empfehlung weiter nichts andeuten zu müssen, als daß dieselbe mit der Beistimmung des Ver­fassers ausgeführt wurde, und zwar von einem Manne, der, voriges Jahr, Augenzeuge der heiligen Handlungen, wie dieselben in Rom während der Cbarwoche vorgenommen werden, gewesen, und dadurch in Stand gesetzt wurde, in seine Uebersetzung jene Anschauung, jenen priesterlichen Geist überzutragen, von dem der Rechtgläubige in Rom ergriffen und unwillkürlich fortgerissen wird. Wie also Wisemann's Name allein schon für die Gediegenheit des Werkes bürgt, eben so bürgen auch die persönlichen Ver­hältnisse des Uebersetzers für die richtige Auffassung des Sinnes und dessen getreue Darstellung.

Ueber die gemischten Ehen. Eine dogma­tische Abhandlung von I. Peronne, Priester der Gesellschaft Jesu, der Theologie Doctor und Pro­fessor am römischen Collegium. Aus dem Latei­nischen übersetzt durch Joseph Maria Arin- ger, Domcapitular von Evreur, re. Augsburg, 1840 . Verlag der Karl Kollman'schen Buch­handlung.

Wenn die Ereignisse in Köln und in Posen keine an­dere Folgen für die katholische Kirche in Deutschland ge­habt hätten, als dem unseligen, durch die gemischten Ehen immer allgemeiner werdenden Jndifferentismus einen kräf­tigen Damm entgegenzusetzen, so könnte dem Allmächtigen nie genug für seine väterliche Vorsehung gedankt werden. Die Bahn ist nun gebrochen, und immer lauter lassen sich die Stimmen der muthigen Kämpfer für Recht und für Wahrheit vernehmen. Es kann nicht abgeläugnet werden, daß nichts so sehr die Anmassungen protestantischer und protestantisirender Regierungen begünstigte, als ein gewißer