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kinder, zwischen denen und ihrem Gotte eine Scheidewand steht. Wir können gar wohl das Natürliche und Alte in mrs von dem Göttlichen und Neuen, den alten von dem neuen Menschen unterscheiden; das Alte ist von der Erde und irdisch, das Neue vom Himmel und himmlisch; beide aber sind dennoch wunderbar ineinander verschmolzen. Nach Wesen und Ursprung ist das christliche Leben, wie das Leben überhaupt, ein göttliches Geheimniß. Das größte Räthsel aber ist dabei am Menschen, dem ursprünglich gut erschaffenen, die Sünde, und an Gott, dem Heiligen und Gerechten, die Gnade: ein Räthsel, das allein vom Geheimniß Jesu Christi vollständig gedeckt und gelöst wird. Jesus Christus ist der gerechte Mittler zwischen dem heiligen Gott und dem sündigen Menschen, und in seinem Tod ist unser Tod, der Sünde Sold, verschlungen. Statt Gottes Gerechtigkeit wird über unsere Sünde in Christo, dem Gekreuzigten, Gottes Gnade und Barmherzigkeit offenbar, und statt Verderben und Tod wird dem Sünder ewiges Leben und Herrlichkeit in's Herz gepflanzt. Das können wir nicht erklären, sondern nur erfahren; es ist eben so, so in einer lebendigen Christenseele, deren allgemeine Tiefen so viele Seiten der Betrachtung darbieten. Der Apostel Paulus pflegt die Sache gewöhnlich vom-göttlichen Standpunkte

