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aus anzusehen und sie Gnade zu nennen, die erschienene Gnade, die uns reinigt von aller Untugend; das Geheimniß und Werk Jesu Christi heißt bei ihm Versöhnung und Erlösung; denn Christus hat unsere Sünde und mit ihr den Tod von uns weg und auf sich genommen. Der Apostel Johannes Pflegt, dieselbe Sache das ewige Leben zu nennen; es ist ein Gnadenleben dessen, dem Christus Alles geworden ist und der in der Gemeinschaft desselben den Tod nicht mehr sieht; Christus, an dessen Brust der Jünger gelegen und selber himmlisches Leben eingeath- met, ist der Lebensfürst und nach seinem^ innersten Wesen heilige Liebe. Den neuen Zustand, in den wir versetzt werden, nennen beide Apostel, Paulus sowohl als Johannes, die Gotteskindschaft, und wir mit ihnen erkennen in diesem Zustande die höchste Seligkeit und Freiheit des Christenmenschen; die Erstlinge derselben genießen wir jetzt schon, und sehen deren Vollendung und Fülle als einer nothwendigen Entwicklung in der Zukunft entgegen. „Wir sind nun Gottes Kinder, und ist noch nicht erschienen, was wir sein werden; wir wissen aber, wenn es erscheinen wird, daß wir ihm gleich sein werden^)."
So wurzelt denn, meine Andächtigen, die chrift-
3 ) 1. Joh. 3, 2.

