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sich zu gewöhnen, und damit es seiner schmackhaftesten Nahrung nicht auf einmal beraubt und -sein innerer Organismus nicht so plötzlich in Störung gebracht werden möchte.

j Sind die Lämmer stärker 'geworden, so müssen sie nach und nach au^mehr Futter, besonders aber recht seines und wohlriechendes Heu, ei^ gutes, nicht zu überreifes Linsenstroh, und eine ausgiebige Quantität an gutem Wasser erhalten.

Ehe die Weidezeit anfängt, müssen die Lämmer bei einer schönen und warmen Witterung öfters in's Freie vor die Schäferei nach der 10. Vormittagsstunde ausgetrieben und auf diese Art an die frische Luft und an das Austreiben gewöhnt werden. Tritt nun die Sommer- Weidezeit, welche die ersten Tage nur 2, höchstens 3 Stunden zu dauern hat, ein, so ist hiezu, besonders bei den ersten Austrieben, eine warme und trockene Witterung zu wählen, und dafür zu sorgen, daß die hungrigen Lämmer vor jedem Austrieb durch ein gutes Futter zur Gänze im Schafstalle befriedigt und gesättigt werden, damit sie im Anfänge, und besonders im hungrigen Zustande, die Gräsereien nicht gierig zu ihrem Nachtheile genießen, und sich nach und nach an eine längere.Weide, dann an ihre zukünftige Sommernahrung gewöhnen.> Daß eine höhere, trocken gelegene, nicht weit vom Schafstalle entfernte Weide für die Lämmer zu wählen sei, darf nicht unbemerkt gelassen werden. Sind die Lämmer nun an die Weide gewöhnt, dann können sie auch Nachmittags, jedoch bei nur schönen und trockenen Tagen aus­getrieben, müssen jedoch zuerst wieder, wie Früh, Mittags und Abends mit trockenem Stallfutter befriedigt werden.

Findet der Schafmeister, daß die Hörner der Widderlämmer gegen den Kopf wachsen, so hat er denselben mittels eines Quer- oder Spreiz- .holzes eine vortheilhaftere Richtung zu verschaffen. Wachsen jedoch die Hörner des Widderlammes zu weit vom Kopfe in einer geraden Rich­tung heraus, so sind, die Hörnerspitzen alle Tage in den Morgenstunden nach geschehener Befeuchtung mit Speichel gegen den Kopf zu biegen und mit einem Bindfaden gegen einander zusammen zu binden, damit