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in der. Folge durch so verunstaltete Hörner ein anderer Widder nicht beschädigt und die Wolle von andern Thieren nicht ausgerissen werde.

i) Von der 'Fütterung auf der Weide.

Wie bekannt, werden die 'Schase entweder durch die Stallsütterung oder-durch die Weide erhalten. In unserer Gegend werden die Schase im Sommer sehr selten im Stalle, außer bei einem schlechten Wetter, gefüttert; sie werden gewöhnlich im Frühjahre, .Sommer und ,im Herbste durch' die Weide ernährt, und wir wollen daher von den Verhaltungs­regeln sprechen, die ein jeder Schäfer bei dem Weidegange unausweichlich zu beobachten hat: " . -

Ein braver Schäfer, der für den besten Nutzen seines Herrn sorgt,, soll jeden Augenblick darauf bedacht sein, wie er die ihm anvertraute Heerde gesund und in einem entsprechenden Zustande erhalten.könnte. Dieß geschieht, wenn die Heerde vorschriftmäßig und so gepflegt wird, daß durch .selbe die möglichst größte Menge Wolle und von solcher Beschaffenheit gewonnen werde, als sie ihrer Natur nach zu liefern im Stande ist, und daß unter Einem die möglichst größte Anzahl'gesunder und starker Lämmer gezogen werden könne. Durch 'die Nachlässigkeit, Unvorsichtigkeit und Unfolgsamkeit, nicht minder durch'die vorherrschenden Vorurtheile der Schäfer sind schon viele schwer zu heilende oder-auch ganz unheilbare, ja auch selbst epidemische, daher ansteckende Krankheiten herbeigeführt worden, wodurch die Besitzer viele tausend Stücke an Schafvieh verlieren und einen bedeutenden Schaden erleiden mußten. Wenn nun der Schäfer stets die Vorsicht und nöthige Kenntniß wäh­rend der Weidezeit beim Schafvieh anwendet, so können hiedurch viele Krankheiten der Schafe von .der Heerde abgewendet und somit viele Unfälle beseitigt werden; denn, wie allgemein bekannt, werden meisten- theils nur durch Verschulden der Schäferchie gefährlichsten Krankheiten, be­sonders aber- die Fäule oder Wassersucht, auch Bleichsucht, das Verhüten, Anbruch genannt, herbeiqeführt, welche, wenn sie schon die- Heerde ergriffen haben, schwer zu heilen sind, oder wenn sie zu weit vorgerückt