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Thiere plötzlich sterben, mit Lebensgefahr drohen würde. '-Sollten jedoch die Schafe oder die Lämmer zur Sommerszeit im Stalle mit frischem Klee gefüttert werden, so hat der Schäfer darauf zu sehen, daß der Klee im Stalle oder in der Futterkammer nie- hoch geschlichtet, daher nicht' erwärmt und verbrüht wird, weil er in so einem Zustande nicht nur nicht gerne vom Viehe 'gefressen, sondern auch hiedurch das Auf­blähen und in der Folge schwer heilbare Krankheit herbeigeführt wird. Es. ist daher rathsam, um die heiße Mittagszeit nicht Klee zum Grün­futter zu mähen und einzuführen, und den im Vorrath habenden öfters umzukehren und aufzulockern.

Daß die Wolle gesund, kräftig und rein bleibe, und von solchen Sachen, die einen nachtheiligen Einfluß auf ihre Beschaffenheit haben, oder die durch die gewöhnliche Wäsche nicht herauszubringen sind, nicht verunreinigt werde, hat der Schäfer Sorge zu tragen, und besonders darauf zu sehen, daß die Raufen so eingerichtet werden, daß die ver­schiedenen im Futter sich befindlichen, die Wolle verunreinigenden Ge­genstände nicht den Schafen schaden oder auf sie herabfallen und daß in die Raufen, wenn die Schafe sich im Stalle befinden, kein Futter eingelegt werde; weil dann die Wolle von Heusamen, klaren Blättern und Samenköpfen von Klee, von den sogenannten Hungerzeichen (hie und da Bettelläuse genannt), von Klettenköpfen und dergleichen mehr, ver­unreinigt und' sonach bedeutend geringer bezahlt wird. Genießt das Vieh eine Waldweide, so muß darauf vorzüglich gesehen werden, daß die Wolle besonders durch die Tangeln nicht verunreinigt wird; wird jedoch im Schafftalle Waldstreu (Schorig) unterstreut, ]o darf das Schaf­vieh nicht eher, bis die Waldstreu mit Stroh überstreut ist, darauf ge­trieben werden. Ebenso schadet der Wolle ein feiner Sand und Staub, weil hiedurch derselben der Fettschweiß abgezogen und sie somit hart­fühlend gemacht wird, weßhalb der Schäfer- - seine Heerde so viel nur möglich gegen den Staub schützen, die an den Landstraßen gelegenen Weideplätze meiden und den Wind so beobachten muß, daß derselbe den Staub von der Heerde abtreibt, weil der Staub nicht nur der Wolle, sondern auch dem Schafvieh höchst schädlich ist, aus welchem Grunde