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Fl­andern Art, aber oft sehr fein und weich. Ihre Kräuselung artet gern zum Zwirn aus, und oft sind die Spitzen dieser Wolle nicht unbe­deutend gröber, härter und rauher, als die Wurzelenden. Da sich der­gleichen Wolle aber besonders für manche Zeuge sehr gut eignet, 'so wird sie, wenn sie möglichst fehlerfrei ist, von manchen Fabrikanten sehr gern und vorzugsweise gekauft.

Die gedrängtwollige Art hat dagegen, auch bei der kräftigsten , Haltung, einen kurzen, aber dichtem Pelz. Hier laufen die Stapel oder Wollbüschel oben nicht spitzig zu, sondern sind- abgerundet oder platt, sehr geschlossen und oft bis einen Zoll und darüber breit. Bei der Bewegung der Thiere bemerkt man eine schuppige Theilung des Pelzes, in welchen der Staub weniger tief eindringen kann, und die braune Farbe, welche 'aus dem Schweiße und dem von außen hinzu­gekommenen Schmutze entsteht, ist nicht tief, sondern bildet nur einen sehr schmalen Rand. Die Wollhaare bilden nur einzelne kleine Stränge, die bei feinen Thieren sehr regelmäßig und gleichförmig neben ein­ander fortlaufen. Ebenso sind auch die Windungen und Bogen be­sonders gleichartig, je feiner diese Wolle an und für sich ist, und nur an der Spitze werden sie etwas breiter und' flacher, was jedoch bei manchen Thieren kaum merklich ist. '

Bei dieser Race kann man die Feinheit des Haares durch die Zahl der Bogen, welche einen Zoll betragen, bemessen und beurtheilen. Wenn 35 solcher Bogen einen preußischen Zoll betragen, so wird solche Wolle zu der feinsten gerechnet; doch gilt eine Wolle,-deren bloße 24 Bogen einen Zoll betragen, noch für fein. Je reiner und vollständiger sich die Stapel- und Wollstränge von einander 'absondern,, destomehr wird diese,Wolle geschätzt; denn dieß ist nicht bloß die Folge einer guten Wartung der Schafe, sondern auch ein Zeichen höherer Feinheit der Wolle. Nur auf einem kranken, sehr abgemagerten oder sehr alten Thiere wird sich die allerfeinste Wolle nie so rein und'voll- - ständig in Stapel abtheilen lassen, sondern es'sind hier-einzelne Haare immer etwas in einander verworren greifend, und laufen aus einem Stapel in den andern über. Bei dieser Schafrace, selbst auch bei