der Sonntag. *) Die Juden und mehrere Völker feierten schon im hohen Alterthum Einen Tag von sieben. Gott gab dem Menschen durch den Wechsel des Mondlichts hiezu den Wink. Bei den Juden ward diese Stiftung noch durch die Hinweisung auf die bildliche Schilderung der Schöpfung fr Mos. 2, 2. 3.3 ge* heiliget. Die Christen verlegten sie auf unseren Sonntag, weil an demselben Jesus aus seinem Grabe erstanden ist. Die Absicht der Sonntagsfeier ist: 1. Erholung von den gewöhnlichen Arbeiten, 2. Fort* bildung christlicher Einsichten und Gesinnungen, 3. Erhaltung öffentlicher Vereinigung der Christen. fVergl. Matth. 12, r-8. Luk. 6, 1-10] Kol. Z, 16. Nr. 437, l. 6. 7. y. fEbr. io, 23*25.] Jak. 1, 22.
Die Feste sind in der Christenheit eingeführt, um die Geschichte des Christenthums im Andenken zu erhalten und zur Erbauung zu benützen. Drei große oder hohe Feste, welche zwei oder drei Tage gefeiert werden: Weihnachten, Ostern und Pfingsten. Außer diesen: DerCharfreitag, der grüne Donnerstag, der Himmelfahrtstag, die Feier des neuen Jahres rc. Abgeschafft oder verlegt sind: die Marien- Engel- und Heiligen-Festtage.
5. Zwei ausgezeichnete religiöse Feierlichkeiten, welche dem Christenthum eigenthüm* li 6) sind: Die h. Laufe und das h. Abendmahl <Nachtmahl.) **). Sie sind die Heiligthümerunsrer Religionsgemeinschaft; und heißen daher Lateinisch Sakra* mente, (Heiligthümer oder Bundesfeierlichkeiten.) Die Laufe ist zur Einweihung in die Christenheit bestimmt; das Abendmahl zur Todesfeier unseres
*) Vergl. daö Zte Gebot des kl. Katech.
**) Vergl. das 4t« und zte Hauptstück.

