Jesus und zur Erhaltung unserer Christengemern« schuft, gleichsam bei einem Familienmahle. Beide sind nicht bloß Betrachtung, sondern auch Handlung. Körperliche Dinge sind Abbildungen oder Sinnbilder durch das Christenthum geheiligter Gegenstände; bei der Taufe, das Wasser; bei dem Abendmahle, Brot und Wein. Das Wasser als Sinnbild -er Reinigung der Seele von Sünden, die das Christenthum bewirkt. Das Brot und der Wein als Sinnbilder des Leibes und Blutes Jesus, der unsrer Seele durch seine Lehre, durch sein Leben, Leiden und Sterben so kräftige Stärkungsmittel bereitet hat, als Brot und Wein dem Körper sind. Dies ist ausdrucksvoll, wohlthatig ».unentbehrlich für die Christenheit.
Die Stiftung der h. Taufe: Matth. 28,19. 20. Die Verheißung: Mark. 16, 16. Jesus taufte nicht selbst, sondern ließ durch seine Jünger taufen. sJoh. 4, 2.] Aber er nahm auch Kinder auf und segnete sie mit eigner Hand. Mark. 10, 13-16.
Um die dreifache Hinweisung auf Vater, Sohn und Geist sVergl. die erste Abth. II.4] zu bezeichnen, gebraucht man gemeiniglich das Wasser drei Mal.
Als Sinnbild bedarf es nur w e n i g e r Tropfen, aber reines Wassers. Nr. 192, 1 . [ 2 . 3. 4]
Die Stiftung des h. Abendmahls: Matth. 26, 26-28. 1 Kor. n, 23-28. Die ersten Christen verbanden damit ihre Wohlthatigkeir gegen Arme durch freie Mahlzeiten, die sie Liebes mahle nannten. Als dies gemissbraucht ward, änderte man es; und nun entstand das Gesetz des Fastens vor dem Abendmahle, dessen Mäßige nicht bedürfen. Die wesentlichste Vorbereitung ist Selbstprüfung; als Veranlassung dazu, die Beichte, welche mancherlei Form haben kann. Ein

