Vorrede.
^ch weiß, M. Br., daß es viele unter Euch giebt, die ihren Entschluß, sich dem Prediger- stande zu widmen, bey gegenwärtigen Zeitumstanden, wo das Loos des Predigers freylich nicht das glücklichste ist, zu bereuen in Gefahr stehen. Werden diese es ungern sehen, wenn ein Menschenfreund es versucht, etwas zu ihrer Aufmunterung und Beruhigung zu sagen? Er thue dieß, so gut er kann, genug, wenn sie sein lebhaftes und zärtliches Interesse für sie bemerken! Mitklagen ist ja schon dem Leidem den Trost, sollte also reges Mitleid, nebst dem Bestreben, Beruhigungsgründe aufzufinden, nicht stärker noch wirken? Wahr ists, bisweilen wird der Tröster bloß in die Klagen ein- stimmen müssen, aber schnell wird er auch dann A s ' sich

