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ein Weib Netze wusch. Die Hütte stand dicht am Strom und lehnte an einem buschbewachsenen Fels, beschirmt von manchem weitschattenden' Baume. Unter einem derselben warf sich der Fährmann nieder, bedeutete den Beiden, dasselbe zu tkun, und sagte dann: „Ihr wisset, daß ich kein Fährgeld annehme, sondern eine Geschichte als Lohn gesetzt habe, die mir jeder Ueberfahrende erzählen muß. Ich komme dabei nicht zu kurz weg; denn eine Geschichte ist oft mehr werth, als viel Geld. Darum wollet es Euch bequem machen, und wer Lust hat, fange zuerst an!
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Das Mährlein von den drei wahren und falschen Söhnen.
„Am Fuße des Berges Ararat," so erzählte Me- hanna's Reisegefährte, „lebte vor vielen hundert Zähren ein reicher Emir, von dessen Macht, Güte und Weisheit der ganze Osten Wunder erzählte. Er hatte aber drei Söhne, die er über Alles zärtlich liebte und unter welche er sein Reich einst zu theilen gedachte; auch die Söhne hingen alle drei mit ungctheiltcr Liebe an ihm, also, daß jeder wünschte, dem Alten in allem ihren Thun die größte Freude bereiten zu können.
Eines Tages ließ er die Söhne vor sich kommen und sprach zu ihnen: „Ihr seid nun groß geworden und habt von mir gelernt, einzuschen, was Euch gut oder schädlich sei; darum wendet nun Eure Einsichten
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